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Montag, 2. April 2018

Ihren Asweis bitte....

Eine kleine Geschichte am Rande....
Vor ein paar Tagen hat mir die Kassiererin einer Tankstelle (wahrscheinlich eher unfreiwillig, aber trotzdem... ;-)) ein sehr schönes Kompliment gemacht.
Ich war tanken und wollte wie so oft mit meiner EC


-Karte bezahlen... Was passiert?
Sie sagt zu mir: "Kann ich bitte mal Ihren Ausweis sehen?"
Ich muss so verdattert geguckt haben, dass sie gleich als Erklärung hinter her schob: "Na wie  ..... (<= Vorname einsetzen... ;-)) sehen Sie nicht gerade aus."
Nachdem sie meinen Ausweis gesehen hatte, sagte sie "Alles in Ordnung. Danke."
Ich konnte mir natürlich nicht verkneifen zu fragen: "Woran haben Sie mich den nun erkannt? An meiner gro0en Nase? ;-) ;-)" und sie als Antwort: "An ihren schönen Augen."

Noreen in Warnemünde
Und ich finde, dass kann frau doch dann einfach mal als Kompliment nehmen? Oder?
Und es spricht doch auch dafür, dass meine Schminkkünste mittlerweile bei weitem nicht mehr nur rudimentär sind... :-)

Also, was lernen wir wieder daraus? Richtig. Machen, machen, machen... :-)

Habt's schön da draußen und eine gute Zeit für euch...

LG, Noreen

Sonntag, 1. Februar 2015

En Waldspaziergang oder Ein Herz geht auf Reisen...

Noreen outdoor...
Ja, ich habe es mal wieder getan... :-)!!

Ich war outdoor... Am hellerlichten Tage.
Bei uns war heute so ein wunderschönes Wetter, da musste ich einfach mal spazieren gehen.
Und ich hatte Lust mal wieder als Frau outdoor zu sein.
Also hab ich mein bisschen Mut zusammengekratzt und bin los... ;-)

Ok, es war nicht in High Heels und im Mini, von daher auch nicht so wirklich spektakulär.
Der ein oder andere Wanderer hat zwar schon ein bisschen komisch geguckt... Aber nur kurz.

Ich hab im Wald einen Baum entdeckt, den ich zu 'meinem' Baum gemacht habe. Ihn war ich zuerst besuchen.




Dabei musste ich lustigerweise entdecken, dass 'mein' Baum zu einem Geo-Caching - Punkt 'mutierte'. Bietet sich aber auch geradezu an...

Ich hab dann trotzdem mit ihm 'gesprochen'... :-)

Ich bin dann noch fast zwei Stunden spazieren gewesen und habe diesen unglaublich schönen Tag genießen können.
Auf meinem Spaziergang hat mich heute ein kleines rotes Herz begleitet. Das wollte einfach mitkommen und dabei sein. Da hab ich es halt mitgenommen... :-)




Ein bisschen Mut brauchte ich dann wieder, als ich aus dem Wald nach Hause lief... Aber auch das ging problemlos.

Was mich jedoch immer mal wieder beunruhigt hatte, waren diese Spuren... Und zum Glück habe ich nur die Spuren gesehen und niemals die Verursacher... ;-)
Insgesamt ein schöner und toller Spaziergang.
Und er lehrt uns wieder was..?
Wenn Frau outdoor unterwegs ist, passiert in der Regel nichts. Frau muss sich nur trauen... :-)

Ich wünsche euch eine gute Zeit!

In Liebe,
Noreen



Montag, 6. Januar 2014

2014

Ihr Lieben,

das Jahr 2014 liegt vor uns und das alte Jahr hinter uns....

Das Jahr 2014 wird ein Jahr der Veränderungen, der Neuerungen und ein Jahr, in dem man (frau auch... ;) ) mit alten, überflüssigen Dingen endlich aufräumen kann, in dem man sich von altem unnützen Ballast befreien kann.
Wir können diese Chance nun nutzen und Platz für Neues machen.

Dabei ist es egal, ob wir alte Dinge -im wahrsten Sinne des Wortes- 'flüssig' machen oder ob wir uns nun endgültig von ihnen trennen (... ich kenne jemand, der endlich sein Elektronikschrott entsorgt .... ;) ) oder ob wir uns auch von liebgewordenen Eigenheiten und Schrulligkeiten verabschieden...

Lasst das Jahr 2014 ein Jahr der positiven Veränderungen und Neuerungen in eurem Leben werden!

Ich wünsche euch für 2014 alles, alles Gute, viel Gesundheit, jedem die Kraft für seinen Weg und vor allen Dingen: Liebe im Herzen!
Eure Noreen

Freitag, 22. November 2013

Glücksgeschichte bei radioeins

Heute wird das Glücks-Buch von radioeins herauskommen.

Und ich wurde nicht angerufen...... :'-(
Mein Glücksgeschichte hat offensichtlich die Entscheiderinnen und Entscheider nicht sonderlich glücklich gemacht. Na macht nichts. Mich aber.
Damals.... :-)

Euch da draußen ein ganz wunderbares und schönes Wochenende,
Noreen

Donnerstag, 21. November 2013

abendlicher Ausflug - oder Berlin ist eben Berlin

Ja!
Ich hab mich mal wieder getraut... !

Vor ein paar Tagen war ich einen guten Freund im Prenzlauer Berg besuchen. Wir kennen uns schon ewig (und ihr ihn von anderen Geschichten hier auch ;-) ). Und was soll ich euch sagen... Ich hab mich endlich mal wieder getraut, als Transgender unterwegs zu sein....

Irgendwie überkam es mich auf dem Weg zu ihm.
Ich hab meine schicken HighHeels - Stiefel aus dem Schrank gekrammt, eine schwarze Corsage, ein sehr feminines Oberteil, eine pinke Softshell-Jacke und (das muss sich auch noch ändern...) eine neutrale schwarze Jeans.

Mit ein bisschen Herzklopfen bin ich dann zu ihm gefahren und wollte eigentlich nur auf ein Stündchen bleiben. Aber es kam dann doch ganz anders. Als ich so beim ihm saß, haben wir entschieden, dass wir in die Kastanienallee noch was essen gehen.
Nun gab es also kein zurück mehr.
Dann sind wir los und ich immer schön laut neben ihm her stöckelnd auf den Weg in die Kastanienallee im Prenzlauer Berg. Etwas ungewohnt für ihn: ich musste ihn immer bremsen... Hach, Herzchen, alte keine Frau ist doch kein D-Zug und so.... Er nahm's gelassen.
Dann beim Italiener eine super freundliche Bedienung, keine schrägen Blicke, nichts. Ein bisschen plaudern über den Hund... Und eben alles normal. Nachdem wir uns dann gestärkt hatten, haben wir halt überlegt, noch in einer Bar ein, zwei Bierchen zu trinken. Und auch auf dem Weg dahin, ist die Dame wieder laut stöckelnd durch den Prenzlauer Berg unterwegs gewesen... Wir landeten dann im Melinski. Eine supernette kleine Bar (allerdings Raucher...) und total freundliche Bedienung) Und auch da... Nichts. Keine schrägen Blicke, keine Bemerkungen. Nichts.
Irgendwann waren wir auch wieder hemme ... (schöne Grüße, an den Thüringer...).

Nach einem ganz wunderbarem Frühstück mit meinem Freund und seiner Tochter musste ich ja dann am hellerlichten Tag so zurück fahren. Und was soll ich euch sagen. Kein Unfall, keine Polizeikontrolle, keine Auflauf, kein gar nichts... Ich bin dann so hier zu Hause gelandet und just genau in diesem Augenblick lief mir natürlich die Nachbarin über den Weg. Und auch sie... Nichts. Ein freundliches guten Morgen und dann war ich auch schon zu Hause.

Und die Moral von der Geschicht??
Wer sich nicht traut, kann niemals erleben, wie es ist, als halb männlich, halb weiblich unterwegs zu sein.
Traut euch. Geht raus. Genießt das Leben!!!


Ich hab mich getraut und ich werde es auf jeden Fall wieder tun ... :-)
Liebste und lebensfreudige Grüße,
Noreen

Donnerstag, 7. November 2013

Ein Beitrag zum Thema Glück...

Auf Radio eins vom rbb rufen sie gerade alle in der Region auf, einen Beitrag zum Thema Glück zu schreiben, der dann in einem Buch veröffentlicht werden könnte.
Ich glaube zwar nicht, dass meine kleine Geschichte eine wirkliche Chance hat, aber da sie mich damals so bewegt hat und zu den glücklichsten Momenten meines Lebens gehört, hab ich sie einfach mal aufgeschrieben und eingereicht... :-)

Und da ich davon ausgehe, dass es eh nicht klappt, hier meine Geschichte:

Sommer 2008
Glück und glücklich sein... - eine wahre Geschichte

Für Claudi und Stephan... In Liebe und Dankbarkeit.

Rückblickend war die letzte Zeit reichlich chaotisch, verrückt, ereignisreich und anstrengend. Und nun war es endlich soweit: Sommerferien und Urlaub.

An einem Freitag Nachmittag ging es auf in den lang ersehnten Urlaub.
Das erste Ziel, Freunde in einem kleinen Dorf in der Nähe von Jena, war nach einer scheinbar endlos langen Fahrt von fast 5 Stunden endlich erreicht. Die Begrüßung erfolgte mit großem Hallo und viel Freude allerseits. Es gab viel zu erzählen und es kam natürlich wie es kommen musste, wir saßen noch lange bis in die Nacht hinein zusammen und feierten das Wiedersehen...
Und in dieser Nacht wurde diese verrückte Idee geboren...

Für Noreen startete der nächste Morgen wie für alle Beteiligten. Mit reichlich Nachwehen... Ganz ehrlich, war ja auch nicht wirklich anders zu erwarten... :-)
Sie hatte jedoch das große Glück, dass sie sich an diesem Morgen verwöhnen lassen konnte. Ihre Freundin Claudi half ihr beim Schminken und zusammen suchten sie die passende Kleidung für die nächsten Tage aus. Und Stephan machte das wahr, was er am Abend versprochen hatte. Er stellte alle nicht benötigten Sachen in der Garage unter. Für Noreen unerreichbar.

Am Nachmittag ging es auf in Richtung Süden.
Im Auto wahr gute Stimmung. Noreen zeigte allen -die es sehen wollten oder nicht- ihre wunderschön dunkelrot lackierten Fingernägel und klimperte wie wild in der Gegend rum.
Und dann passierte es.
Irgendwo in der Nähe von München brach plötzlich ein vorausfahrendes Auto aus, schleudert und landete in der Böschung.. Vollbremsung und Türen aufreißen waren eins. Während Stephan und Claudi schon unterwegs zu dem verunfallten Wagen waren, suchte Noreen noch nach einem sicheren Platz an der Seite. Im Rückspiegel verfolgte sie dabei das Unfallgeschehen. Und da passierte es erneut. Ein PKW fuhr langsam vorbei, kam ebenso plötzlich ins Schlingern und fuhr genau in Richtung der Helfer. Noreen sah, wie alle noch rechtzeitig zur Seite sprangen und sich in Sicherheit brachten... Und es passierte nichts! Allen passierte nichts! Man kann das Glück in diesem Moment nicht mit Worten beschreiben.

Eine ganze Weile später konnten wir die Reise fortsetzen und weiter in Richtung Süden fahren. Das Ziel, ein kleiner Ort in der Nähe von Wien, war doch noch ein gutes Stück Weg entfernt. Dort kamen wir dann so gegen Mitternacht heil und wohlbehalten an. Die Freude alle wiederzusehen war besonders beim Gastgeber unglaublich groß...

Den ersten Tag verbrachten wir dann mit einkaufen und der Vorbereitung auf die Einweihungsparty am Abend. Noreen freute sich, endlich mal richtig shoppen gehen zu können. Und das nicht mal auf eigne Kosten. Allerdings ging es dabei nur um die noch fehlenden Lebensmittel und Getränke... ;-)

Und wie es der Zufall so will, kam genau an diesem Nachmittag eine Freundin des 'Partygebers', welche Maskenbildnerin war...
So konnte Noreen sich das zweite mal so richtig schminken und stylen lassen. Und beide, Noreen und Maskenbildnerin hatten während der Vorbereitung so richtig ihren Spaß!
An diesem Abend erlebte Noreen ein so bis dahin noch niemals dagewesenes glückliches und berauschendes Fest. Sie war da, wo sie schon immer hin wollte: Auf Wolke 7.
Die restlichen Tage vergingen wie im Fluge und plötzlich war es schon wieder Zeit nach Hause zu fahren. Noreen, immer noch ganz im Glücksrausch, fuhr am Abend der Abreise gleich noch weiter zu einer Freundin in der Nähe Berlins. Dort verbrachte sie einen weiteren heiteren, beschwingten und gelassenen Abend.

Am nächsten Morgen dann kam das, was nach einer solchen Zeit immer kommt. Abschminken und wieder in den Alltag eintauchen.
Und doch war es diesmal anders. Da war eine Erfahrung, eine Energie, die blieb. Die nicht einfach wieder weg ging. Da war dieses Gefühl, welches sich über diese gesamte Zeit spann.
Glück.
An den darauf folgenden Tagen war er einer der glücklichsten Menschen auf der Erde. Und er würde dieses Gefühl niemals vergessen.

Mit diesem Gefühl fuhr er in den Sonnenaufgang nach Hause.
Er hatte sich das erste mal getraut und damit einen der glücklichsten Momente seines Lebens erlebt!
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Euch eine gute Zeit und liebe Grüße von,
Noreen

Dienstag, 7. Mai 2013

Haben Frauen zu viele Schuhe... ??

 
Schöne Schuhe in schöner digitaler Welt ... meine neuesten Errungenschaften
Wenn ich mich so in meinem Luxusschlafzimmer (ca. 6 qm ;-) ) umsehe, fällt mir immer wieder auf, dass die Anzahl der Pumps, Stiefeletten, Stiefel aller Couleur und High Heels irgendwie nicht wirklich weniger wird...
Welch erstaunliches Phänomen. Im Gegenteil, es werden doch tatsächlich immer mehr.
Nun ist ja allen hinreichend bekannt, dass Frauen so sind... Aber woran liegt das letztendlich? Ich für mich hab keine vernünftige Antwort gefunden.
Ich weiß nur eins:
Ja! Auch ich habe ihn! 
Den Schuhtick!
Mein Schlafzimmer platzt aus allen Nähten und trotzdem kann ich es nicht lassen. Ich sehe immer wieder -auf der Strasse oder im Netz- Schuhe, bei denen ich denke: DIE könnten dir auch gefallen und gut stehen.
Bild Plateaupumps
Es gibt im Netz tausende von möglichen Erklärungen (von: Schuhe sind unabhängig von Figurproblem, der Sammlertrieb der Frauen [hätte ich den dann nicht nicht haben müssen...?] bis hin zu: das Laufen auf High Heels ist gut für die Beckenbodenmuskulatur...), aber aus meiner Sicht sind diese Erklärungen alle sehr merkwürdig....

Warum kauft ihr Schuhe? Oder habt ihr nur 5 Paar im Schrank...?

Wenn ich jetzt meine Schuhe zählen sollte, müsste ich unters Bett kriechen, die Schuhe auf dem Schrank zählen, die Päckchen im Regal... Hach, das ist mir einfach ein zu großer Aufwand... Und bei den paar Schühchen lohnt das eh nicht... ;-);-)

Wie auch immer...

Ich wünsch euch eine ganz wunderbare Zeit und freut euch an der Vielfalt der Damenschuhe....
(Ich muss jetzt mal kurz weg, bei Amazon soll es schon wieder ein Angebot geben.... ;-) ;-) )

Alles Liebe,
Noreen

Donnerstag, 7. Februar 2013

Ba-te oder Männer, die wie Fauen fühlen (Two-Spirits)

Buch: Die Sehnsucht der Cheyenne
Ich lese gerade ein Buch, welches ich eigentlich mal meiner Tochter geschenkt habe. Es handelt von einer Indianerfrau, die für ihr Volk ein heiliges Lederband zurückerobern will und dabei in einen der grausamsten Indianermorde, die jemals stattgefunden haben (http://de.wikipedia.org/wiki/Sand-Creek-Massaker) verwickelt wurde.

An einer Stelle in diesem Buch wird ein Mann beschrieben, der bei den Absaroka (the crow = die Krähen) Ba-te genannt wird. Es handelt sich dabei um einen jungen Mann, der wie eine Frau fühlt. Bei den Indianern werden diese Menschen allgemein als Two-Spirits (A Third Gender = das dritte Geschlecht) bezeichnet (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Two-Spirit).

Ich fand die Textstelle so bemerkenswert, dass ich sie euch nicht vorenthalten will ... ;-)

"Ba-te" wurden die wenigen Männer genannt, die keine Lust verspürten, auf den Kriegspfad zu gehen, und lieber die Pflichten einer Frau übernahmen. Sie kleideten sich wie Frauen und waren für ihre Kunstfertigkeiten bekannt.Als Außenseiter waren sie verpflichtet, am äußersten Rand des Lagers zu wohnen, aber selbst anerkannte Krieger schätzen sie wegen ihrer Fähigkeit, mit dem Großen Geist in Verbindung zu treten. Sie empfanden tiefer als gewöhnliche Männer und Frauen und glaubten zu spüren, was die Geister im Schilde führten.   

...

Er war ein staatlicher Mann, hochgewachsen und schlank, und seine dunklen Augen leuchteten. Seine haut war sanfter als ihre, und seine anmutigen Bewegungen liesen sogar junge Frauen neidisch werden. Er trug ein Kleid mit den schönsten Stickereien, die sie jemals gesehen hatte, und sein Körper roch selbst aus der Entfernung nach frischen Wildbulmen. 

Tja, da war die Welt noch in Ordnung... ;-)

Euch allen einen ganz bezaubernden und wunderschönen Tag! Geniesst das Leben!
LG, Noreen oder auch Zwei-Seelen

Donnerstag, 20. September 2012

es geht weiter...


Ich habe lange hin und her überlegt, was ich mit meinem Blog mache...
Ewig nichts geschrieben, keine Zeit, ein wenig keine Lust gehabt und dann ist soviel passiert...

Ich hab mich entschieden weiterzuschreiben. Zum einen natürlich für mich, für meine 'Aufarbeitung', für meine Erinnerungen (wir vergessen vieles viel, viel, viel zu schnell) und zum anderen für alle die, die weiterhin Lust haben Noreen bei ihren alltäglichen Begegnungen über die Schulter zu schauen... ;-)

Ein kurzen Rückblick auf die letzte Zeit (fast eineinhalb Jahre) sei erlaubt...
Manche Sachen lassen sich nur kurz anreißen, andere vielleicht etwas ausführlicher..

Bil Noreens zu Weihnachten 2011In den letzten beiden Jahren hab ich mein altes Ego immer mal wieder überzeugen können für mich eine Party zu geben. Die waren wirklich toll. Für mich war und ist es schön zu sehen, dass immer mehr Freunde meines aE zunehmend mit mir 'zurecht kommen'...  Mittlerweile war glaube ich jeder mal hier... :-)

An Ereignissen gab es einige. Mir fällt da sofort ein:
  • Noreen-Partys (ja, es gab und gibt Fortsetzungen!!)
  • der 14. Geburtstag meiner Tochter
  • Ostern auf Hiddensee
  • die Parisreise mit meiner Großen
  • das Ritualwochenende nach der Drachinzeit
  • unser Bretagneurlaub
  • Klassentreffen in Eisenach
  • mein erstes Weihnachten
  • Silvester mit Freunden
  • der Provenceurlaub
  • und noch ganz viele kleine Highlights ...
ein Hafen in der Bretagne...Für mich das Überraschenste ist die Alltäglichkeit, die mittlerweile in das Leben meines alten Egos und damit auch in mein Leben eingekehrt ist. Zunehmend werden die Grenzen fließender.. Es gibt mich im Alltag, es gibt meinen alten Ego auf Partys, zu denen ich früher ging.
Diese klare Trennung vom Anfang ist weg. Kaum noch jemand wunder sich darüber, dass mein aE lange Fingernägel hat (ok, manchmal brechen sie halt doch ab ;-) ), das mein aE gefärbte Haare hat... Und viele solcher kleinen Dinge halt.
Selbst wenn Freunde neue Menschen kennen lernen bin ich mittlerweile mit einer gewissen Selbstverständlichkeit Thema und gehöre somit automatisch auch immer dazu.

OK, es gibt schon immer mal wieder die eine oder andere Ausnahme.
Mit einem gewissen Schmunzeln denk ich da zum Beispiel an das Abiturtreffen meines alten Ego... Als er dann ziemlich spät in der Nacht ehemaligen Klassenkameraden von mir erzählt hat und die doch ziemlich von den Socken waren.
Ist halt wie im Leben... ;-)

Im großen und ganzen ist es uns die letzte Zeit gut ergangen.

Manche Dinge hätten zwar nicht sein müssen (Stress mit dem Arbeitgeber..), aber auch das gehört im Leben dazu.

Ich will ab heute wieder versuchen regelmäßiger aus meinem Leben (und dem meines aE) zu berichten. Ich hoffe ich finde die Zeit, die Ruhe und auch die Muse dazu..

Küsschen euch da draußen,
Noreen

Montag, 7. Februar 2011

Mary & Gordy

Ich hab gerade zufällig beim rbb die Sendung 'Lachgeschichten' über Mary und Gordy gesehen...

Und immer wieder bin ich zutiefst bewegt, wenn Mary zum Ende ihr Abschminklied singt und den Frank Sinatra Text in ihrer eigen Art und Weise wiedergibt....

Es berührt mich auf eine sehr tiefe und innige Art und Weise.
Und ich möchte diese Botschaft zum tausendsten mal herausrufen:

So leb dein Leben!!!

Gerade in so manchmal schwierigen Zeiten... Erinner dich... kein anderer kann es leben, nur du.

So leb dein Leben!!

LG, Noreen

Mittwoch, 26. Januar 2011

10 Jahre Freitagstreff

Übermorgen ist 10jähriges...!! 

10 Jahre Freitagstreff bei den Transsisters.

Ich bin zwar nicht von Anfang an dabei gewesen, aber in der Zeit in der ich mehr oder weniger regelmäßig hingefahren bin, habe ich immer wieder nette und interessante Menschen kennengelernt.
Die Treffen haben mir zumindest dahingehend geholfen, dort zu 'landen', wo ich jetzt stehe. Bei mir...

Liebe Marlene, liebe Andrea... An dieser Stelle einfach mal ein dickes, fettes Dankeschön an euch ... :-)

Und ich Ich freu mich total auf übermorgen... :-)

Noreen

Samstag, 15. Januar 2011

eigene Ängste... oder: die Welt ist garnicht so schlimm... ;-)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie es mir geht, wenn ich mal wieder los gehe...
Ich war gestern Abend mal wieder bei den Transsisters und da war es wieder da... Dieses Gefühl....

Trotz dessen, dass ich nun nicht zum ersten mal auf die Strasse gehe, beschleicht mich immer noch dieses merkwürdige Gefühl... Angst. Angst davor, dass irgendetwas ganz, ganz doll schlimmes passieren könnte. Und dabei ist es doch immer wieder 'nur' die Angst vor uns selbst... Es ist nicht die Angst vor dem was passieren kann, es ist die Angst vor dem was wir im Kopf haben... Ist schon eine komische Geschichte... Da haben wir Filme und Bilder im Kopf von dem, was alles so schief gehen kann bei so einem Ausflug. Und? Nichts davon tritt -zum Glück- ein.
In den Gesprächen gestern Abend wurde mir von einigen anderen genau dieses auch so noch mal bestätigt.
Es sind unsere Filme. Allerdings ist es so, dass sie, wenn wir nicht aufpassen, irgendwann durch uns zur Realität werden...

Ich hatte dann gestern Abend noch das fragwürdig - freudige Vergnügen auf dem Weg zum Auto an einer Bushaltestelle vorbeizugehen. Dort stand eine Gruppe von 4 türkischen Jugendlichen rum und wartete auf den Bus. Und was soll ich erzählen? Sie machten mir Platz als ich vorbeiging... Ok, vielleicht wollten sie auch nur in Ruhe meinen kurzen Mini und meine OverKnees 'begaffen'... Es gab keine Pfiffe und keiner ist mir gefolgt.
Eine ganz minimal kurze Szene aus dem Alltag...
Vielleicht ist ihnen ja irgendwann später aufgefallen, dass eine Frau mit 1,95 doch recht ungewöhnlich ist... In dem Augenblick jedoch nichts...

Ihr Lieben, ich kann -euch und auch immer wieder mir- nur sagen: machen, machen, machen!!!!

LG, Noreen

Sonntag, 2. Januar 2011

Alles Gute für 2011!

Das Jahr 2010 liegt hinter uns und das neue Jahr hat gerade begonnen...

Im alten Jahr war wirklich alles dabei. Höhen und Tiefen. Privat und Beruflich... Mein erster Geburtstag, DER Parisurlaub und aber auch die Entscheidung meiner Tochter bezüglich ihrer Jugendfeier... Mein alter Ego war arbeitslos, ist jetzt aber OCA und SCJP... ... einfach alles dabei.

Das Jahr 2011 wird das Jahr der Ruhe und der Gelassenheit!

In diesem Sinne wünsche ich euch da draußen ein ruhefindendes, ein gelassenes, ein euch-selbst-und-eure-Bedürfnisse-sehendes, ein sich sortierendes und damit lösendes, ein die eigene-Mitte-findendes und vor allen Dingen ein heilendes Jahr 2011!!
Und außerdem wünsche ich euch ein ... flauschiges Jahr 2011!!

Ich habe von meiner Liebsten zum Nikolausi ein Buch geschenkt bekommen: Chuck Spezzano "100 Geheimnisse der Liebe" - Geschenke zur Heilung der Herzen und zur Vermehrung des Glücks.

Um wirkliche Liebe geben und empfangen zu können, müssen wir geheilt werden - tief im Inneren. Von alten emotionalen Verletzungen, die uns das Herz gebrochen haben. Von wertlosen Ego-Strategien, mit denen wir unbewusst immer neue Enttäuschung herbeiführen. Und nicht zuletzt von dem Irrglauben, wir seien es nicht wert, geliebt zu werden.

Dieses Buch enthält 100 Kapitel und jedes Kapitel widmet sich einem inspirierenden Hinweis. Manchmal nehme ich mir dieses Buch und schlage eine beliebig Seite auf...

Und ich möchte euch gerne für das neue Jahr zwei (wahllos aufgeschlagene) Geschenke aus diesem Buch machen:

75. Selbstliebe

Selbstliebe heißt im Grunde, sich selbst so zu sehen, wie Gott uns sieht, und zwar als liebenswerten und kostbaren Menschen, der alles nur denkbare Gute wert ist. Selbstliebe ist ein Geschenk an uns selbst wie auch an andere, denn so, wie wir uns slebst bewerten und beschenken, so bewerten und beschenken wir auch unsere Mitmenschen.

12. Nach innen lauschen

Sobald wir bereit sind, Antworten zu empfangen, kommen sie in friedlichen, konzentrierten Augenblicken ruhiger Gewissheit oder als Geistesblitze zu uns. Unser höherer Geist verfügt über die Antworten auf Probleme, Zwangslagen und Verschwörungen, die unser Ego gegen uns selbst anzettelt.

Donnerstag, 25. November 2010

Noreen wieder Out - Door

long Time ago... Muss ich ja zugeben ;-)

Ich war am Freitag vor 14 Tagen und am Freitag vor nunmehr fast 4 Wochen mal wieder bei den Transsisters. Und? Fällt euch was auf? Die Abstände werden kürhürzer!!meine chicen neue Stiefel...
(Leider, leider kann ich diesen Freitag nicht hingehen, da mein aE mal wieder unbedingt paddeln will... Tsss, und das zu dieser Jahreszeit... Obwohl, warum eigentlich nicht...? Müsste man die Jungs nur überzeugen, dass sie mich mit meinen neuen chicen Stiefeln -siehe Bild- mitnehmen... Ok, so'ne richtige Unterstützung bin ich dann wohl nicht.... ;-) )

Anyway!
Ich bin nun endlich -fast- da angekommen, wo ich schon seit langer Zeit hin will. Es wird normal, das Ausgehen als Frau! Offensichtlich habe ich es schon ziemlich verinnerlicht und strahle es auch aus...

Ich hatte vor 4 Wochen das große Vergnügen mich fast 2 Stunden lang mit Elli Hunter und ihrer Liebsten Pia unterhalten zu können. Ich muss ja zugeben, dass sie (körperlich) viel kleiner war, als ich erwartete, aber das tat ihrer tatsächlichen Größe und ihrer Selbstverständlichkeit überhaupt keinen Abbruch! (Da sind schon wieder die Dinge mit den Erwartungen und Vorstellungen...)
Auf jeden Fall hatten wir ein sehr angenehmes und angeregtes Gespräch über Transen, Vorstellungen, Erwartungen, Partnerinnen... Na eben über Gott - und - die - Welt. So, und jetzt darf ich mir selber mal auf die Schulter klopfen, es sieht so aus, als ob ich dort eine gern gesehene Gesprächspartnerin war. Und die ist frau nun mal nicht, wenn sie nicht zu den Dingen steht, derentwegen sie ja da hin geht.
Danke ihr beiden, es war wirklich ein sehr schöner Abend mit euch...!

Und am vorletzten Freitag? Gleich noch mal 'Nachschlag' mit Pricilla von QuerBoot.  Auch hier hatte ich den Eindruck, (neben den vielen Komplimenten zu meinen Beinen --- hihi .. freu...), dass ich dort gern gesehene Gesprächspartnerin war. Wir waren uns nicht ganz darüber einig, wohin einen der TransenWeg führt...
Tja, liebe Pricilla, ich bin immer noch der Meinung, dass das nicht unbedingt als DraqQueen endet... Aber bekanntlicherweise weiß frau ja nie... :-)

Ich als Can-Can-Girl... Bin also nicht der Cowboy... ;-)Die Krönung war dann noch vorletztes Wochenende die Motto-Party eines sehr guten Freundes. Das Thema war eigentlich Cowboy und Indianer. Aber darauf hatte ich überhaupt keine Lust. Also bin ich als Can-Can-Girl gegangen. Und meine Süße also Zoro-Ine... Ich glaube wir waren der Brüller schlechthin... (Nur mal im Nebensatz: Meine Liebste hatte sich dann doch tatsächlich einen Teil ihrer Garderobe bei mir ausgeliehen... Top, Lackmini und Lackstiefel... Naja hat halt nicht jede Frau zu Hause... ;-);-) )
Neben vielen netten Gesprächen hatte ich auch das erste mal ein etwas unangenehmes Gespräch mit einem Vertreter der Gattung Mann.... Ich strahlte wohl an dem Abend ziemlich deutlich aus, dass ich nicht das erste mal als Frau unterwegs bin (ich weiß gar nicht, wie die darauf kamen... ;-) ). Und dieser Herr war über eine Stunde lang der Meinung, mir unbedingt sagen zu müssen, dass er das ja überhaupt nicht akzeptiere... Muss er ja auch nicht. Ich hab immer wieder versucht ihm zu sagen, dass er es doch einfach damit bewenden kann... Naja, irgendwann war Gott-sei-Dank auch dieses Gespräch zu Ende. Aber wie gesagt, die meisten Menschen hatten mit mir kein Problem. Im Gegenteil... Danke liebe Trauzeugin für das nette Gespräch!
(mehr Partybilder kommen hoffentlich noch..)

Das (Trans-) Leben macht einfach Spaß. Man muss sich wirklich einfach nur trauen es zu leben.

Ich wünsch euch eine gute Zeit!
Noreen

Samstag, 9. Oktober 2010

Resümee des gestrigen / heutigen Abends

Ihr lieben, ich kann euch nur eins sagen:

MACHEN! MACHEN! MACHEN!

Ich hatte am Abend bei den Transsisters eine paar sehr nette und tolle Gespräche und hab dabei wieder ein paar liebe Freundinnen kennengelernt. Eigentlich kann man dafür nur dankbar sein ... :-)

Tja, und dann hab ich mich getraut erstmalig öffentlich auf die Party meines Freundes W. zu fahren.
Und...?
Nichts UND!
Riese hat mal in einem Kommentar die Vierer-Erlege-Skala eingeführt...
Und was soll ich euch sagen, ich hab mich erst mal fast 5 Minuten mit 'nem guten Bekannten unterhalten, der mich nicht erkannte! Ich bin also bei Rieses Skala definitiv nicht mehr bei Punkt 4 :-)   [nicht erlegbares jagdobjekt ( angreifbare person, zum verspotten frei gegeben) ] Oder wie eine bekannte Svenja immer sagt: Passing ist alles [wobei ich ja immer noch der Meinung bin, dass an meinem Passing unbedingt noch gearbeitet werden muss.... ;-)].

Die Essenz des Abends war: viele angenehme und interessierte Gespräche (es wussten nur zwei der Beteiligten, wie ich komme...) und überall Toleranz und zum Teil auch Hochachtung vor diesem Schritt. Auf keinen Fall war ich in irgendeiner Situation unangenehm berührt und auch keine/r der Gäste. Eher das Gegenteil war der Fall.

Ich habe an diesem Abend so viele kurze flüchtige Blicke erhascht, die mich kurz anguckten und dann einfach wieder weg schauten. Da geht zwar ein große Mensch, aber offensichtlich wurde ich genau als das für den Augenblick wahrgenommen, als was ich wahrgenommen werden will. Einfach als FRAU!

Wir müssen uns einfach nur trauen und machen. Nicht soviel grübeln [sagt eine, deren zweiter Vorname Grübeln heißt.. :-) ]. Einfach nur machen... :-)
[Ja ja, mir ist es schon klar : einfach nur... wenn es denn nur so einfach wäre...]

So, ich schminck mich jetzt noch fix ab... und dann geht's ins Bettchen..

Seid lieb gegrüßt,
eure Noreen

Freitag, 8. Oktober 2010

Endlich mal wieder Outdoor

Nach langer Zeit des Nicht-Ausgehens habe ich mich endlich mal wieder entschieden heute Abend auszugehen.
Zum einen will ich mal wieder zum Transisterstreffen gehen und zum anderen danach auf die Geburtstagsfeier eines guten Freundes.
Letzteres hab ich so auch noch nicht gemacht. Es wird doch wohl aber höchste Zeit dieses zu tun, oder... ;-) ?
Nur komisch ist eben doch das Bauchkribbeln, welches ich immer noch bei solchen Aktivitäten habe. Mal abgesehen davon, dass ich mir natürlich die Frage stelle, die sich jede Frau stellt: W a s  s o l l  i c h  n u r  a n z i e h e n ??? und die damit verbundene und folgerichtige Feststellung: Ich hab nichts zum anziehen ;-) !
Bleibt immer noch dieses merkwürdige Gefühl...
Natürlich weiß ich, dass das zu 95% bei mir und an mir liegt.Doch es ist eben da...

Was ist das für ein Gefühl und wo kommt es her?

Ich glaube, es ist zum großen Teil -ich hätte fast Angst geschrieben... , nennen wir es aber lieber: -  die Befürchtung, dass frau 'auffliegt', dass man sich lustig macht, dass frau als verkleidet angesehen wird, dass frau nicht als Frau akzeptiert wird, dass .... ihr dürft jetzt eure Ängste und Befürchtungen hier einsetzen und die Liste fortführen... ;-)

Ich glaube meine größte Befürchtung ist, dass sich die Mit - Menschen über mich lustig machen. Es ist mir zwar noch nie passiert, eher das Gegenteil ist häufig der Fall -ich hab just eine Einladung erhalten, in Wien als Frau shoppen und feiern zu gehen... [ Danke Verena :-) ] -  aber diese Befürchtung ist halt da. Jeder möchte geachtet und geliebt werden. Und da ist sich-über-jemand-lustig-machen das Schlimmste, was einem passieren kann. Vor der Gewalt, die da eventuell auf mich warten könnte, hab ich nicht mal so'ne Angst. Wenn sie kommen sollte, muss sie sowieso kommen... Die seelischen Verletzungen und Schmerzen... Das ist es.

Dagegen gibt es letztlich nur ein einziges Mittel: MACHEN!

Und dieses MACHEN führt hoffentlich irgendwann einmal dazu, dass -wenn man genau higuckt und den Mann in den Frauenklamotten erkennt- keiner mehr an uns Anstoß nimmt!

Wie hat Claudia in einem Kommentar geschrieben: Jede von uns Transgendern hat die Möglichkeit in ihrem Umfeld durch tägliche Gegenwart im "Straßenbild" mehr zu bewirken... 

Ich schließe mich dieser Meinung vorbehaltlos an!

Also Mädels, auf geht's. Let's have a party!!
[Kann ich mir nicht wunderbar selbst Mut machen.... ;-);-) ]

Auf jeden Fall werd ich heute Abend feiern und freu mich schon auf das eine oder andere perplexe Gesicht... ;-)

In diesem Sinne, euch allen da draßen ein schönes, schwungvolles und angstfreies Wochenende,
eure Noreen

Freitag, 10. September 2010

Fernsehbeitrag zum Thema CrossDressing auf dem WDR

Meine Lieben,

ja, ich lebe noch... :-)

Nur gelegentlich geht das Leben anstrengende, spannende, aufregende, abwechslungsreiche und vor allen intensive Wege... So ist es mir ergangen. Rauf und runnter, kreuz und quer...
Langsam finde ich auch wieder Zeit für mich.. :-)

Ich denke, dass ich die nächsten Tage zuerst meinen Reisebericht zu Ende schreibe und dann auch wieder aus dem Alltag berichten werde. (Geplant ist ja auch mal wieder ein 'Vorbeischauen' bei den Transsisters.. Aber so ist das nun mal , auch als VaMü -oder wie meine liebe Freundin Claudi sagt: als TanteOnkel Noreen... )

Any way... Ich bin heute über einen sehr faszinierenden Bericht 'gestolpert'. Ein Beitrag auf dem WDR über einen CrossDresser, über Dietmar und Liliane.

Ihr Lieben, sehr zu empfehlen. Ehrlich, offen, fantastisch.

Ich werde mal den WDR anschreiben, ob ich den Film verlinken oder bereitstellen kann. Vielleicht sind sie ja dazu bereit... Ich hoffe auf positive Resonanz... :-)
Im Augenblick ist der Film hier zu finden:
http://medien.wdr.de/download/1284058800/frautv/wdr_fernsehen_frautv_20100909.mp4
Den Beitrag dazu findet ihr hier:
http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2010/0909/thema_1.jsp

So, lasst es euch gut gehen, habt eine gute Zeit und schaut immer mal wieder vorbei.
Küsschen, eure Noreen

Mittwoch, 5. Mai 2010

Der erste Geburtstag

Nun war er also... Mein erster Geburtstag und die damit verbundene Feier.
Ich kann euch gar nicht sagen, WIE aufgeregt ich im Vorfeld war... ;-) 
Lasst mich ein wenig nachsinnen... 

Zum Geburtstag als solchen hat sich doch mein aE erst ein mal wieder vorgedrängelt... ;-) Aber ok, da wollte ich mich nicht einmischen. Schließlich hat er den 'Feierreigen' mit seinen Kindern und seiner Liebsten begonnen. Es fiel mir zwar schwer mich zurückzuhalten, ging aber... ;-)

Und ich muss ja eins mal zugeben. ER hat von seiner Liebsten DAS Geschenk schlechthin bekommen. EINE REISE NACH PARIS!! Aber warte nur... hihihi... ich werde schon irgendwie dabei sein...

Im weiteren Verlauf des Tages hielt ich mich dann erst mal dezent zurück, es ging ja schließlich um einkaufen, vorbereiten etc... Ihr kennt das. Was man eben so vor einer Party zu tun hat.

Dann am Nachmittag stieg schließlich mein Hormonspiegel und meine liebe Freundin Claudi kam extra 2 Stunden eher, um mich zu stylen und mir beim schminken zu helfen. Und was soll ich euch sagen? MICH hat das Ergebnis überzeugt! 
[Ich hoffe ich kann euch bald ein paar Bilder von der Feier und mir zeigen... kleine Stichelei in Richtung der anwesenden Fotografen... ;-) ]

Der Abend und die Feier waren dann einfach umwerfend!! Ich danke euch allen, die ihr dieser 'Herausforderung' gefolgt seid und mit mir zusammen gefeiert habt.
Es war die unglaublichste Geburtstagsfeier, die ich -ok: und mein aE- je gefeiert habe/n!!
Es war so wunderbar, einfach ein großes Happyning mit Freunden!! 
Und ich darf an der Stelle auch mal verraten, dass ich sehr froh darüber bin, solche Freunde zu haben!

Vielen Dank euch allen! Danke für die Geschenke! Und ja, einfach Danke dafür, dass ihr mich wieder ein Stück mehr Realität werden lieset!!

In herzlichster Umarmung, eure Noreen :-*

Mittwoch, 7. April 2010

Wie belastbar sind den nun Freunde wirklich... ?

Ich und mein alter Ego waren ja nun doch schon vor ein paar Tagen in Wien bei unserem besten  Freund zu Besuch. Dort kam dann irgendwann die Frage auf, wie belastbar ist mensch mit 'uns'?
Dazu hab ich mir dann doch mal noch ein paar Gedanken gemacht...

So richtig wollte Herr H aus Wien nicht mit mir in die Öffentlichkeit gehen.
Ich muss zugeben, dass ich am Anfang gedacht habe, der soll sich mal nicht so haben. Schließlich beiss ich nicht. Und schon gar nicht seinen süßen Hund oder die Nachbarn...
Doch halt, so einfach ist es wohl doch nicht...
Nach längeren Gesprächen ist mir klar geworden, dass mein Weg zwar mein Weg ist, und das in der Wohnung in der Wohnung ist... Aber... Tja, was aber.... ?
So ein wenig kann ich das Gefühl, dass er mir vermitteln wollte verstehen.
Auf der einen Seite auf dem Dorf vor 2 Jahren war es völlig ok. Da ist man aber auch nicht so direkt mit den Leuten in Kontakt gekommen.
Und jetzt? Da ist zum einen die Anonymität der Großstadt. Zum anderen aber auch der direkte Kontakt mit Hausnachbarn und den Menschen auf der Strasse, die frau / man ja sofort unweigerlich trifft. Und so idiotisch das ist, aber irgendwo kann ich das schon nachvollziehen, dass er keine Lust hat, dass die Nachbarn hinter vorgehaltener Hand auf ihn zeigen und tuscheln: Das ist der, der so'ne komsiche Tusse zu Besuch hatte. Die sah ja echt merkwürdig aus. Schon ziemlich männlich. Wer weiß, vielleicht ist der ja schwul? Und weiß man in welchen Kreisen der noch alles verkehrt...? Tsss, nee, nee.. Frau Müller, ich kann ihnen sagen. Also mein verstorbener Mann, der hat auch immer schon gesagt ....STOPP!! Wir wollen uns jetzt mal nicht verlieren, ja...??!!
Obwohl, in der Wohngegend würde das wahrscheinlich eher so klingen: üschte müsch knüsch hüsch tüüsssche, ehh kloppe düsch...oder so... [Sorry liebe Nachbarn, ist nicht ganz ernst gemeint... ;-)] 
Ich gebe zu, dass mich das ein wenig  verunsichert hat. Eigentlich will ich doch nur so leben, wie ich es will. Und wenn ich -also Noreen- mal aus dem Haus gehen will, dann sollte das doch genauso möglich und normal sein, als wie wenn (feina deutsch...) mein alter Ego aus dem Haus geht, oder?
Leider ist da wohl noch sehr, sehr viel Aufklärungsarbeit notwendig. Wohl am meisten unter den Geschlechtsgenossen meines alten Ego.
Wovor haben sie nur Angst, wenn sie uns sehen und so aggressiv reagieren? Das 'DAS' ansteckend ist? Und selbst, wenn es so wäre. Dem einen oder anderen würde ein Beinhaarrasur durchaus gut tun. Vielleicht sollte frau Mann mal erklären, dass ein zarter halterloser Feinstrumpf nicht nur als Keilriemenersatz gut ist....
Anyway...
Das ist wohl ein Problem, welches ich hier heute leider nicht lösen kann. Es wäre auch zu schön... Stellt euch mal vor, die Männer entdecken den Vorteil eines Minirocks beim Pinkeln.. Upps, stellt es euch lieber doch nicht vor... ;-)
Ist schon ok, wenn so mancher bunte Bermudashorts tragender Mann bei genau diesen bleibt.. ;-);-) Ein Bierbauch überm Mini... nee, lieber nicht.

Es wird mir wohl also nichts anderes übrig bleiben, als aller 14 Tage / 3 Wochen zu den Transsisters zu stöckeln, dort auf Gleichgesinnte zu treffen und mich dabei einfach gut und wohl zu fühlen. Eben komplett.

Ich darf an dieser Stelle mal auf ein Lied der Gruppe Früchte des Zorns verweisen:

Mein schönstes Kleid

Einleitungstext des Booklets:
„Wenn ich im Kleid aus dem Haus gehe, werde ich oft  bedroht oder angemacht.
Manchmal habe ich einfach nicht mehr den Mut, mich in der Öffentlichkeit so zu bewegen,
wie ich mich wohl und schön fühle.“
Für eine Welt, in der viele Geschlechter und Sexualitäten einen Platz haben.


Songtext:
Eines Tages werde ich aus dem Haus gehen und ich trag mein schönstes Kleid,
ich werde durch die Straßen streifen, und ich nehm mir dabei Zeit.
Und die Leute werden mich ansehen – keiner wird mir drohen, keiner wird mich schlagen,
und sie werden freundliche Worte und Respekt auf ihren Lippen tragen.

Eines Tages werde ich aus dem Haus gehen und ich kann lieben wen ich mag
– wir können beim Küssen die Augen schließen, in der U-Bahn und im Park.

Eines Tages werde ich aus dem Haus gehen und ich muss mich in meiner Kleidung nicht mehr verstecken.
Ich muss keine Angst vor Männern in Gruppen haben und der Tag wird leichter schmecken.

Ich werde mich so schön fühlen, wenn ich die Straßen entlang geh.
Ich werde mich komplett fühlen, wenn ich in den Spiegel seh.

Ich lebe, wie ich mich fühle und mach mich nicht mehr klein.
Und ich werde dafür geliebt und kann ich selber sein.


Ich bin ein Junge und ein Mädchen, ein Mann und eine Frau
– und von allem gar nichts – ich werd sehen, was ich daraus bau.

Ich gehe täglich aus dem Haus.
Ich gehe täglich aus dem Haus.

Donnerstag, 1. April 2010

Treffen der Transsisters am vergangen Freitag

Nach 'langer' -ok, seit Weihnachten ist lang..., Abstinenz war ich vergangen Freitag dann endlich mal wieder bei den Transsisters.
[Die Abstände zwischen den Treffen, zu denen ich hinfahre werden kürzer... !! Jippi..!!]

Ich muss zugeben, dass ich im Vorfeld immer noch ein wenig nervös und aufgeregt bin. Es stellen sich mir immer noch die allseits bekannten Fragen: Was zieht frau nur an... ;-) ? Wie style frau sich für diesen Abend?

Eigentlich ist es ja 'nur' ein ganz normales Treffen. Aber so ganz normal ist eben halt doch nicht. Zumindest für mich nicht. Vielleicht wird es irgendwann mal anders...
Aber was ist schon Normalität in diesem Zusammenhang..? Vielleicht wird es ja irgendwann mal so, dass frau sich keine Gedanken mehr macht und einfach los geht.... Vielleicht. HOFFENTLICH...:-):-) !!

Die neuen Betreiber sind super nett und passen gut zu uns. Oder wir zu ihnen..?
Na wie auch immer. Ich hab mich sehr gefreut alt bekannte Gesichter wieder zu treffen und einen netten Abend zu erleben. Leider, wie immer, zu kurz.. ;-)

An diesem Abend hab ich noch ein Pärchen kennengelernt. SIE hat sich nach fast 25 Jahren Ehe endlich geoutet. Und das für mich absolut faszinierende: Ihre Ehefrau steht zu IHR!! Und ich weiß was das heißt! Ich hab  einige Partnerschaften erlebt, in denen die Partnerin von vornherein von mir wusste. Ok, damals noch nicht Noreen... Es wurde dann doch immer wieder zum Problem.

Liebe Jennifer, ich wünsche dir von dieser Stelle aus alles Glück dieser Erde und wünsche euch, dass ihr das schafft und du dich in deiner -noch- neuen Haut wohl fühlen kannst!!

An dieser Stelle möchte ich noch einen ganz, ganz dicken Genesungswunsch ans Universum schicken. Meine Blog - 'Nachbarin', die wunderbare, liebe und für mich faszinierende Svenja ist im Krankenhaus gelandet. Blinddarm.
Ich wünsche dir über dieses Medium, dass du bald wieder gesund und erholt bist. Ich schick dir einen 'Genesungs' - Sonnenstrahl nach Kiel!!